Bester farbiger Ebook Reader
Farbige Ebook Reader haben sich vom Nischenprodukt zu einer ernstzunehmenden Kategorie entwickelt, angetrieben von Modellen wie Kindle Colorsoft, Kobo Libra Colour, PocketBook InkPad Color und Kobo Clara Colour. Dieser Kaufratgeber erklärt, worauf es bei der Farbdarstellung, dem Display und der Ausstattung wirklich ankommt. Anschließend folgen konkrete Empfehlungen nach Anwendungsfall.
Wie ein farbiger Ereader funktioniert
Ein farbiger Ebook Reader nutzt in der Regel die E Ink Kaleido Technologie: über der klassischen Schwarz Weiß Ebene liegt ein zusätzlicher Farbfilter. Dadurch bleibt der augenschonende, reflektierende Charakter von E Paper erhalten, während Cover, Comics und Diagramme in Farbe erscheinen. Anders als bei einem Tablet gibt es kein selbstleuchtendes LCD, sondern eine matte Oberfläche ohne störende Spiegelungen.
Wichtig zu wissen ist, dass Farben auf E Ink deutlich gedämpfter und weniger gesättigt wirken als auf einem Smartphone. Der Farbanteil des Displays hat außerdem eine geringere Auflösung als der Schwarz Weiß Anteil. Für Text ändert sich dadurch nichts, für farbige Inhalte sollte man aber realistische Erwartungen haben.
Die wichtigsten Kaufkriterien
Displaygröße und Auflösung stehen an erster Stelle. Sechs bis sieben Zoll eignen sich für Romane und den mobilen Einsatz, während acht Zoll oder mehr für Comics, Magazine und PDF Dokumente angenehmer sind. Achten Sie auf eine möglichst hohe ppi Zahl im Schwarz Weiß Modus, da hiervon die Schärfe des Textes abhängt.
Weitere Kriterien sind die Beleuchtung mit einstellbarer Farbtemperatur, wasserdichte Gehäuse für die Nutzung in Badewanne oder am Pool sowie physische Umblättertasten. Prüfen Sie zudem das unterstützte Ökosystem, also ob offene Formate wie EPUB gelesen werden oder ob Sie an einen bestimmten Shop gebunden sind. Speicherplatz und Akkulaufzeit runden die Bewertung ab.
Für wen sich Farbe wirklich lohnt
Ein farbiger Ereader spielt seine Stärken vor allem bei bebilderten Inhalten aus. Wer viele Comics, Mangas, Kinderbücher, Kochbücher oder Sachbücher mit Grafiken liest, profitiert spürbar. Auch das farbige Markieren und Annotieren von Studien oder Fachtexten wird übersichtlicher.
Wer dagegen fast ausschließlich Romane in reinem Text liest, braucht Farbe nicht zwingend. Reine Schwarz Weiß Geräte bieten oft einen etwas kontrastreicheren und helleren Texthintergrund zu einem niedrigeren Preis. In diesem Fall ist Farbe ein angenehmes Extra, aber kein entscheidender Vorteil.
Empfehlungen nach Anwendungsfall
Für den täglichen Lesealltag mit gelegentlichen Farbcovern eignen sich kompakte Modelle wie der Kobo Clara Colour oder der Kindle Colorsoft, die handlich und leicht sind. Wer Umblättertasten und ein ergonomisches Gehäuse bevorzugt, findet im Kobo Libra Colour eine komfortable Lösung für lange Lesesitzungen.
Für Comics, Mangas und PDF Dokumente ist ein großes Display entscheidend, hier bietet sich der PocketBook InkPad Color mit seiner größeren Fläche an. Legen Sie Wert auf offene Formate und Bibliotheksausleihe, sind die Kobo Geräte flexibler, während der Kindle für Nutzer sinnvoll ist, die bereits im Amazon Ökosystem verankert sind.
Grenzen und realistische Erwartungen
Farbige E Ink Displays zeigen einen leichten Farbschleier über der weißen Fläche, wodurch der Hintergrund minimal grauer wirkt als bei reinen Schwarz Weiß Panels. Die Seitenaufbaugeschwindigkeit kann bei farbigen Inhalten etwas langsamer ausfallen und Animationen sind nicht das Einsatzgebiet dieser Technik.
Wer gesättigte Farben, Videos oder Hochglanzmagazine in voller Pracht erwartet, ist mit einem Tablet besser bedient. Der Reiz eines farbigen Ebook Readers liegt in der Kombination aus augenschonendem Lesen und dezenter Farbe, nicht in der Brillanz eines Displays mit Hintergrundbeleuchtung.
Frequently asked
Lohnt sich ein farbiger Ebook Reader gegenüber einem Schwarz Weiß Modell?
Das hängt von Ihren Inhalten ab. Für Comics, Kinderbücher, Kochbücher und farbige Markierungen bringt Farbe einen echten Mehrwert. Wer überwiegend reine Textromane liest, kommt mit einem günstigeren Schwarz Weiß Gerät meist genauso gut zurecht.
Sind die Farben so kräftig wie auf einem Tablet?
Nein. E Ink Farben sind bewusst matt und gedämpft, da die Technik auf reflektiertem Licht basiert. Das schont die Augen und vermeidet Spiegelungen, liefert aber nicht die Sättigung eines selbstleuchtenden LCD oder OLED Displays.
Leidet die Textschärfe unter der Farbfunktion?
Der Farbfilter reduziert die Auflösung im Farbmodus, der Schwarz Weiß Text wird jedoch weiterhin in voller Auflösung dargestellt. Bei aktuellen Modellen bleibt Text daher scharf und gut lesbar, auch wenn der Hintergrund einen Hauch weniger hell erscheint.
